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26.1.2011

Kraftvoller Auftakt der Mindestlohninitiative in Solothurn

Rund 200 Personen besammelten sich am Dienstag, 25. Januar 2011 um 18.00 Uhr bei der Gewerblich-Industriellen Berufsschule (GIBS) in Solothurn. Ziel war die gemeinsame Kundgebung zum Start der Unterschriftensammlung für die Mindestlohninitiative. Der farbenfrohe Umzug ging via Kreuzgasse über den Stalden auf die Hauptgasse bis zum Märetplatz, wo die Demonstranten von Dülü Dubach und seiner Band „Supersiech“. musikalisch empfangen wurden.

Danach sprach als erster Beat Jost, Regiosekretär der Unia Biel-Seeland / Kanton Solothurn zu den Demonstranten. „Die Arbeitenden, die Lohnabhängigen in diesem reichen Land sind – leider – in einem schlechten Film!“, so Jost, „Es muss ein Ende haben, liebe Kolleginnen und Kollegen! Den Schönrednern und Gesundbetern in Politik und Wirtschaft gehört mit der heute lancierten Volksinitiative für einen gesetzlichen Mindestlohn endlich schwarz auf weiss gesagt, was Sache ist.“

Nationalrätin Bea Heim betonte, dass: „Jeder Arbeiter und jede Arbeiterin ein Recht auf einen anständigen Lohn hat.“ Von Mindestlöhnen würde zudem die ganze Wirtschaft profitieren, ist sie überzeugt.

„In der Schweiz arbeitet noch immer jeder neunte zu einem Armutslohn von weniger als 3'800  Franken“ sagte der Präsident des Gewerkschaftsbundes Kanton Solothurn, Markus Baumann in seiner Rede. „Rund 250'000 Kinder wachsen in Armut auf, obwohl ihre Eltern arbeiten“ fuhr Baumann weiter „und das während Manager und Börsenspekulanten zum Teil Löhne kassieren, die 500-mal höher sind als die niedrigsten Löhne in ihrem Betrieb“.

Anschliessend freuten sich sowohl Demonstranten als auch Passanten ob der offerierten Gulaschsuppe und den Klängen von Dülü Dubachs „Supersieche“.

» Rede Beat Jost
» Rede Bea Heim
» Rede Markus Baumann

 

21.1.2011

Mindestlohn-Kundgebung am 25. Januar 2011:
Kein Lohn unter 4000.–!

In der Schweiz arbeitet heute jede bzw. jeder neunte Arbeitnehmende zu einem Armutslohn. Mit einem Lohn von weniger als 3'800 Franken sind viele von ihnen trotz Vollzeitarbeit arm und auf die Sozialhilfe angewiesen.

Der Markt hat auf das Problem der Armutslöhne keine Antwort. Es ist darum höchste Zeit, dass wir den unwürdigen Tiefstlöhnen einen Riegel schieben. Mit der Lancierung der Mindestlohn-Initiative fordern wir einen gesetzlichen Mindestlohn von 4000.– Franken für alle, denn höhere Mindestlöhne verbessern das Leben von hunderttausenden Menschen und Familien unmittelbar.

» Flyer Mindestlohn-Kundgebung

Höhere Mindestlöhne – auch für Erwerbstätige mit Berufslehre

Dank der 1998 gestarteten Mindestlohnkampagne „Keine Löhne unter 3000 Franken“ des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes konnten die unteren Löhne in vielen Branchen und Berufen angehoben werden. Nach wie vor aber verdienen viele Frauen und Männer so wenig, dass es nicht oder kaum zum Leben reicht. Der SGB fordert deshalb einen Mindestlohn von 3500 Franken im Monat oder 20 Franken pro Stunde für alle bzw. 4500 Franken im Monat für Frauen und Männer mit einer Lehre.

Links & Downloads

» Medienkonferenz Paul Rechsteiner
» Medienkonferenz Daniel Oesch
» Medienkonferenz Daniel Lampard

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